Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Zentralisierung aller ehrenamtlich tätigen Sozialeinrichtungen in der Gemeinde Kürten

Kürten, den 20. Juni 2022
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Heider, den nachstehend aufgeführten Antrag bitten wir auf die Tagesordnung des Ausschusses „Schule, Generationen und Soziales“ am 28. September 2022 zu setzen.

Antrag:
Die Fraktion der Freien Wähler beantragt die Beauftragung und Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Zentralisierung aller ehrenamtlich tätigen Sozialeinrichtungen in der Gemeinde Kürten in einem Sozialzentrum an zentraler Stelle der Gemeinde Kürten.

Begründung.
Zu den ehrenamtlich tätigen sozialen Einrichtungen zählen aus Sicht der Fraktion der Freien Wähler zum Beispiel die Kürtener Tafel, die Kleiderkammer und das DRK. Im weiteren Sinne zählen auch die öffentliche Bücherei und die Musikschule dazu. Weitere Institutionen sind nicht ausgeschlossen.
Diese Sozialeinrichtungen sind derzeit dezentral auf das Gebiet der Gemeinde Kürten verstreut. Nicht nur vor dem Hintergrund des Ergebnisses des Kommunalberichtes 2021 für Kürten, der im letzten SGS vorgestellt wurde, halten wir es zielführend diese Einrichtungen zentral an einem Ort vorzuhalten. Damit würde der Klientel, die die verschiedenen Angebote nutzt, eine zentrale Anlaufstelle ermöglicht. Weite und unterschiedliche Wege würden vermieden; gleichzeitig würde der Zeitaufwand erheblich reduziert. Dies wäre zum Vorteil aller Nutzerinnen und Nutzer und würde zu einer deutlich höheren Akzeptanz führen.

Mit der Integration der öffentlichen Bücherei (inkl. möglichen Café) und der Musikschule würde das Sozialzentrum auch zu einer kulturellen Begegnungsstätte. Mögliche Synergieeffekte

könnten durch gemeinsame Veranstaltungsräume, Sanitäranlagen und Kücheneinrichtung entstehen. Um den Ansatz eines Sozialzentrums im Hinblick auf die Notwendigkeit und die Machbarkeit zu ermitteln, beantragt die Fraktion der Freien Wähler, ein Stadtplanungsbüro – wie zum Beispiel das Unternehmen für Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH – mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen, um den Denkansatz „Sozialzentrum“ zu untersuchen und ein „Pro und Contra“ sowie die Umsetzbarkeit in der Gemeinde Kürten zu ermitteln.

Weiterhin soll dabei auch die Standortfrage in der Gemeinde Kürten untersucht werden. Dabei sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Prüfung der Möglichkeit an einem zentralen Standort. Zum Beispiel gegenüber dem Hotel Tritz in Waldmühle (vorgeschlagener Standort für Asylunterkünfte).
  • Aufgabe des DRK-Gebäudes in Kürten-Mitte. Die Sanierungskosten könnten entfallen und der Verkaufspreis könnte in das Sozialzentrum investiert werden.
  • Weiterer möglicher Standort könnte die Alte Schule in Eichhof sein. Auch hier gilt es abzuwägen, ob eine Sanierung mit Umbau lohnt. Ebenso wäre ein Abriss mit Neubau am gleichen Standort denkbar. Oder Verkauf des Objektes und der Verkaufspreis könnte in den Neubau des Sozialzentrums investiert werden.

Des Weiteren sollte die Machbarkeitsstudie unter Berücksichtigung der zuvor genannten Aspekte eine erste grobe Kostenschätzung beinhalten.

Fazit:
Mit einem solchen Sozialzentrum würde aus unserer Sicht ein Betrag zur Entschärfung der im Kommunalbericht 2021 vorgestellten sozialen Schwer- und Brennpunkte erfolgen können. Zumal der Standort „Steinbruch“ aus bekannten Gründen gescheitert ist.

Die Verwaltung wird gebeten, die ungefähren Kosten für eine solche Machbarkeitsstudie bis zur Sitzung des SGS am 28.9.22 zu ermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Conrad, Fraktionsvorsitzender

Peter Buschhüter, Ratsmitglied im SGS

Pascal Monreal, Sachkundiger Bürger im SGS