Inwieweit werden Sie nachhaltige Konzepte für erneuerbare Energien wie z.B. Photovoltaik- Anlagen, Windräder, Biogasanlagen oder auch „Bürgerenergie“ und Kommunalisierung der Energieerzeugung fördern?

Wir Freie Wähler streben neben den bereits erwähnten Maßnahmen die neuerliche Nutzung von Wasserkraft mittels schwimmender Strömungskleinturbinen an. Die hierfür notwendigen wasserrechtlichen Genehmigungen stellen jedoch eine große Hürde dar, da hier Umweltschutzbelange (umweltfreundliche Energiegewinnung und biologische Flora von Gewässern) kollidieren. Unser Versuch, über das Leader- Projekt ein Pumpspeicherkraftwerk im Damm zwischen alter und neuer Dhünntalsperre zu integrieren, scheiterte bisher an den Auflagen der Fördergeldgeber und der notwendigen Eigenvorfinanzierung durch den Antragsteller. Hier werden wir eventuell einen neuen Antrag über den Wupperverband anstoßen. Die Nutzung von Windenergie gestaltet sich in der Gemeinde Kürten ebenfalls schwierig, da mit dem „Funkfeuer“ des Flughafens Köln auf dem Offermannsberg durch diese flugtechnische Einrichtung bisher Windkraftanlagen über 50 m Höhe nicht genehmigt werden können. Mittels neuer Rotorformen und kleinerer Windkraftanlagen ist hier aber eventuell neues Potential schöpfbar.

Wir setzen uns aber grundsätzlich für Bürgerwindanlagen nach dem Genossenschaftsprinzip (z.B. das Modell Windpark Hilchenbach, das unsere Fraktion auch schon besucht hat) ein, da so auch die Akzeptanz in der Bevölkerung höher ist. Bei größeren Solaranlagen oder Solarverbünden mehrerer Einzelanlagen ist dies auch vorstellbar.