Welche konkreten Ausgleichs- Maßnahmen planen Sie in der nächsten Wahlperiode in den Bereichen Flächennutzung und Flächenversiegelung, Gewerbeansiedlung, Neubaugebiete?

Wir Freien Wähler Kürten fordern, das von uns beantragte und vom Rat beschlossene integrierte Gemeindeentwicklungskonzept, das die Vorgaben des Leitbild Kürten auch tatsächlich zu berücksichtigen hat, endlich auch zu entwickeln. Im Anschluss muss dann eine Überprüfung des bestehenden Flächennutzungsplans auf seine ökologische Nachhaltigkeit folgen, denn eine einmal bebaute Fläche kann man nicht ohne weiteres ausgleichen. Sie wird durch die entstehende Erschließung und Bebauung bist zu ihrer Entfernung versiegelt und kann somit z.B. kein Oberflächenwasser mehr aufnehmen. Eine kompensierende Maßnahme wäre z.B. die Vorgabe zur Errichtung von Regenwasserbehältern und deren anschließende Nutzung vor Ort. Leider schreitet gerade unter den Vorgaben der Landesregierung von CDU und FDP der „Flächenfraß“ auch in der Gemeinde Kürten, hier unterstützt von selbigen Parteien und der SPD gegen unsere Stimmen immer schneller voran. Aktuell ist zwischen Kürten und Busch eine neue Bebauung auf zuvor grünem Weideland in Planung, die erst durch die neuen Vorgaben der Landesregierung ermöglicht wurde. Wir Freien Wähler stimmen einem uneingeschränkten Wachstum, wie es sich zurzeit in Kürten darstellt, nicht zu und setzen uns für die vorrangige Nutzung freier Parzellen innerhalb der bestehenden Ortsteile ein (Innenverdichtung). Aufgrund der Alterspyramide steht in Kürten prinzipiell genug Wohnraum zur Verfügung. Neubaugebiete sind dort sinnvoll, wo sie eine bestehende Ortslage arrondieren. Die bestehenden Möglichkeiten z.B. in Kürten- Olpe sind längst noch nicht ausgeschöpft. Generell sollten Umweltbelange (Kaltluftentstehungsgebiete, Frischluftschneisen, Naherholungsflächen usw.) gerade zum Schutz der Bevölkerung und Erhalt der Lebensqualität einen höheren Stellenwert haben.